Spatenstich Sonnenweg Hirschberg

GOLDBECK SOLAR schafft Innovativen Agri-PV-Park am Unternehmenssitz

Hirschberg a.d. Bergstraße, 17.09.2026 – GOLDBECK SOLAR errichtet am Unternehmenssitz eine Agri-Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von 5,1 MWp. Das praxisnahe Projekt bietet Einblicke in verschiedene Agri-PV-Technologien und Agrar-Anwendungen und dient gleichzeitig als dauerhafter Showroom für Investoren, Projektentwickler und weitere Interessengruppen.

„Mit diesem Projekt schaffen wir einen anwendungsorientierten Agri-PV-Park mit Skalierungseffekt unter realen Bedingungen und gleichzeitig einen permanenten Showroom für unsere Kunden. Was auf Fachmessen oftmals nur wenige Tage sichtbar ist, können Investoren hier das ganze Jahr über in Betrieb erleben“, sagt Johannes Dewald, Projektleiter bei GOLDBECK SOLAR.

Auch bei der Finanzierung des Vorhabens werden innovative Wege beschritten. So wird die ortsansässige Energiegenossenschaft Hohe Waid paritätisch am Projekt und dessen Finanzierung beteiligt. Die Genossenschaft wiederum erhält ihre Mittel aus einem breiten Spektrum an Mitgliedern, die sich mit ganz unterschiedlichen Beträgen beteiligen, je nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen.

Somit sei in hohem Maß gewährleistet, dass die Menschen, die die Agri-PV-Anlage im Blick haben, auch daran partizipieren können. Die Wertschöpfung am Projekt verbleibe am Ort, heißt es von Mathhias Schütze, von der Energiegenossenschaft Hohe Waid eG. „Wir verankern mit dem vorliegenden Finanzierungsmodell das Projekt klar in der Bevölkerung. Damit steigt die Akzeptanz bei den Menschen vor Ort“, ergänzt er.

Ralf Gänshirt, Bürgermeister von Hirschberg, sagt: „Die Gemeinde Hirschberg hat von Anfang an mit den kommunalen Gremien und Projektentwicklern an einem Strang gezogen. Alle Beteiligten waren daran interessiert, das Projekt möglich zu machen. Das Projekt „Sonnenweg“ ist damit nicht nur ein weiterer wegweisender Schritt für unsere zukunftsfähige Energieversorgung, sondern zeigt auch innovative Lösungen einer parallelen Nutzung von Flächen durch PV und Landwirtschaft auf.”

Drei Systeme im direkten Vergleich

Auf einer Fläche von rund 10 ha werden insgesamt 7.982 Solarmodule installiert. Die Besonderheit: drei verschiedene Unterkonstruktionssysteme werden unter realen Einsatzbedingungen miteinander verglichen.

Zwei der drei installierten Systeme sind sogenannte Tracker-Systeme. Diese richten die Solarmodule automatisch nach dem Stand der Sonne aus und maximieren dadurch die Energieerträge. Die Erzeugung ist dadurch stärker auf den Strommarkt ausgerichtet, bildet dadurch eine wirtschaftliche Grundlage des Gesamtprojekts. Dabei wird in einem System 2 Module in Portrait und im anderen System 1 Modul im Portrait umgesetzt und mit verschiedenen Agri-Anwendungen kombiniert. Das dritte System ist ein Fixed-Tilt-System in vertikaler Ausrichtung, bei dem die Module fest installiert sind und die Bewirtschaftung zwischen den Reihen stattfindet.

Des Weiteren befindet sich im Agri-PV-Projekt direkt daneben ein ca. 2 ha große Referenzfläche für die Landwirtschaft. Damit können die Agri-PV-Systeme direkt mit landwirtschaftlichen Anwendungen verglichen werden.

Landwirtschaft bleibt integraler Bestandteil

Die Fläche wird weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Die Agri-PV-Anlage ist so konzipiert, dass die Bewirtschaftung zwischen und unter den Modulreihen stattfindet. Bei den Trackersystemen besteht die Möglichkeit, die Modulreihen hochklappen zu können. Dadurch können Traktoren und andere Maschinen die Flächen problemlos bearbeiten.

Neben der Stromerzeugung steht insbesondere das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Photovoltaik im Mittelpunkt der Untersuchungen. Die Anlage dient zur gleichzeitigen Umsetzung von verschiedenen Technologien und Agraranwendungen und liefert Erkenntnisse für zukünftige Agri-PV-Projekte.

Untersucht werden unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Welche Kulturen sind geeignet?
  • Welche landwirtschaftlichen Maschinen werden eingesetzt?
  • Welche Synergien können erzeugt werden?
  • Wie entwickeln sich die Leistungsdaten der verschiedenen Tracker- und Fixed-Tilt-Systeme im Langzeitbetrieb?

Dafür werden umfangreiche Sensoren und Monitoringsysteme installiert, die kontinuierlich Daten erfassen und auswerten.

Dauerhafter Showroom

Mit diesem innovativen Agri-PV-Projekt schafft GOLDBECK SOLAR einen einzigartigen Demonstrationsstandort für Kunden, Investoren und die interessierte Öffentlichkeit. Besucher können anhand von Wissenstafeln die verschiedenen Systeme direkt miteinander vergleichen und ihre Funktionsweise im laufenden Betrieb erleben.

„Die Anlage ist im Grunde eine Ausstellung. Kunden können die Technologien unter realen Bedingungen sehen, anstatt sich nur auf technische Datenblätter zu verlassen“, erklärt Johannes Dewald.

Schlüsselfertige Umsetzung aus einer Hand

Als Generalunternehmer (EPC -Engineering, Procurement and Construction) übernimmt GOLDBECK SOLAR die vollständige schlüsselfertige Realisierung der Anlage. Dazu gehören die Planung und Errichtung sämtlicher Komponenten:

  • Solarmodule
  • Unterkonstruktionen
  • Nachführ- und Steuerungssysteme
  • Wechselrichter
  • Trafostation
  • Netzanschluss- und Übergabestation
  • Perspektivisch Integration von Batteriespeichern

Die Versuchsanlage soll künftig weiter ausgebaut werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration von Batteriespeichern, um das Zusammenspiel von Solarstromerzeugung, Energiespeicherung und Netzintegration unter realen Bedingungen zu testen.

Mit diesem vielseitigen Agri-PV-Projekt unterstreicht GOLDBECK SOLAR seinen Anspruch, innovative Technologien praxisnah weiterzuentwickeln und die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung aktiv mitzugestalten.

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