Der Solarpark Ossendrecht liegt direkt an der Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien und unterstreicht damit die grenzüberschreitende Bedeutung erneuerbarer Energien. Mit rund 88.000 Modulen und einem dezentralen Wechselrichtersystem erzeugt die Anlage jährlich etwa 44.500 MWh – genug, um rund 15.000 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen.
Solarpark Ossendrecht
Ausgangslage & Zielsetzung
Der Solarpark entsteht direkt an der Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien – ein Symbol für die internationale Bedeutung erneuerbarer Energieinfrastruktur. Ziel war die Umsetzung eines PV‑Kraftwerks, das bestehende Energieanlagen ergänzt und die Nutzung vorhandener Netzanschlüsse ermöglicht. Die Lage innerhalb eines Windparkareals bot Vorteile, stellte jedoch gleichzeitig besondere Anforderungen an Planung, Logistik und Flächennutzung.
Standort & Planungskonzept
Die direkte Einbettung des Parks in ein Windgebiet bedeutet reduzierten Flächenverbrauch und die gemeinsame Nutzung bestehender Infrastruktur. Gleichzeitig verlaufen unter und entlang der Baustelle verschiedene Versorgungstrassen, die in der Planung präzise berücksichtigt werden mussten.
Um sämtliche Hindernisse vollständig sichtbar zu machen, wurde eine komplette 3D‑Geländemodellierung des Areals durchgeführt.
Technische Umsetzung & Bau
Der Solarpark wird mit rund 88.000 Modulen und einem dezentralen Wechselrichtersystem errichtet. Diese Struktur ermöglicht kurze Kabelwege, hohe Anlagenverfügbarkeit und klare Segmentierung für Betrieb und Wartung.
Parallel zu den Bauarbeiten wurde ein Konzept zur ökologischen Aufwertung des Standorts entwickelt: heimische Vegetation auf den nördlichen und westlichen Randbereichen verbessert die Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.
Ergebnis & Mehrwert
Der Solarpark Kabeljauwbeek liefert einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung und zeigt, wie Photovoltaik und Windenergie sinnvoll kombiniert werden können. Die Nutzung bestehender Netzkapazitäten erhöht die Flächeneffizienz und vermeidet zusätzliche Infrastrukturkosten – ein Modell, das sich auch für andere hybride Standorte eignet.
Fakten in im Überblick
- 44.500 MWh/a erneuerbare Energie
- Versorgung von ~ 15.000 Haushalten
- Reduzierter Flächenbedarf durch Kombination mit Windenergie
- Planungssicherheit dank vollständiger 3D‑Geländevisualisierung
- Zukunftsfähiges Anlagenkonzept mit hohem Effizienzpotenzial
- Ökologische Aufwertung durch heimische Vegetation