Joachim Goldbeck, CEO von GOLDBECK SOLAR

Joachim Goldbeck: „Wir müssen daran arbeiten, dass die Installation von Solaranlagen nicht erschwert, sondern erleichtert wird“

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) bestätigte GOLDBECK-SOLAR-Geschäftsführer Joachim Goldbeck erneut im Amt des Verbandspräsidenten. Im Interview erklärt er, warum er sich für das Amt entschieden hat und welche Projekte er mit dem BSW in den nächsten Jahren angehen möchte.

Herr Goldbeck, warum haben Sie sich für eine erneute Amtszeit wählen lassen?

Die Solarbranche ist aktuell auf einem sehr guten Weg. Denn die Menschen haben verstanden, dass eine saubere Energieerzeugung die Basis für ein gesundes Überleben ist. Gleichzeitig sind die Kosten für Solarenergie in den letzten Jahren deutlich gefallen. Beides zusammen ergibt zwar eine sehr positive Dynamik, aber der Markt hängt auch von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. Hier bringe ich mein Engagement und meine Erfahrung ein, damit die saubere und günstige Sonnenenergie in vielen Projekten und großen Mengen umgesetzt wird.

Und wieso haben Sie sich ursprünglich für das Amt des BSW-Präsidenten entschieden?

In den Jahren 2010 bis 2012 erlebte die Solarbranche in Deutschland eine nahezu euphorische Welle mit hohen Zubauraten. Zu dieser Zeit war Solarstrom aber noch relativ teuer, so dass die Politik in zunehmendem Maße gegengesteuert hat. Die vielen Maßnahmen, wie Vergütungsabsenkung, Größenbegrenzungen oder erschwerte Zertifizierungsprozesse, ließen den Markt dann zusammenbrechen. In der Konsequenz lag der deutsche Photovoltaik-Markt 2014 am Boden und ich wollte helfen, dass Ruhe in die Branche und die Politik kommt. Und trotz einer Reihe von dann folgenden politischen Angriffen ist es dem BSW gelungen, wieder auf einen stabilen Wachstumspfad zu kommen und als Gesprächspartner auf Augenhöhe mit der Politik ernst genommen zu werden.

Es hat sich also einiges getan in den letzten Jahren. Welche Aufgaben haben Sie als Präsident in diesem Zusammenhang?

Die wichtigsten Themen sind die Beratung der Geschäftsführung bei der strategischen Ausrichtung des Verbandes. Das beinhaltet Diskussion von konkreten politischen Positionen, Prioritätensetzung und Identifizierung von neuen Themen. So konnte ich zum Beispiel wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Produktion von Solarzellen und -modulen lenken und Herrn Dr. Gunther Erfurt, den CEO der Meyer Burger Technology AG, als Mitglied im Vorstand des BSW gewinnen.

Daneben gehören auch die Repräsentation und direkte Kommunikation mit Politikern zu meinen Aufgaben. Weitere Themen sind natürlich Verbandsinterna, wie Personalstrategien, die Einbindung in den Dachverband BEE sowie das Vorbereiten und Führen der Vorstandssitzungen und der jährlichen Mitgliederversammlung.

Der BSW ist eng mit der Politik verknüpft. Welche Bedeutung kommt dem Verband zu bei Themen, die die Energiewirtschaft betreffen?

Der BSW ist das politische Sprachrohr der Branchen Photovoltaik, Solarthermie und Speicher. Durch die Kostenentwicklung der letzten Jahre haben sich diese Technologien an die erste Stelle geschoben, um die drohende Klimakatastrophe kostengünstig zu vermeiden. Unsere Arbeit ermöglicht es Firmen, ihre unternehmerische Energie voll umzusetzen und der Gesellschaft, dass jeder an der Energiewende mitwirken kann. Somit ist der BSW in erster Linie eine gestaltende Kraft in der Energiewirtschaft.

Energetisch ist Deutschland übrigens keine Insel, Der BSW arbeitet deshalb auch an einer Reihe von Projekten im internationalen Kontext und ist seinen Mitgliedern beim Erschließen dieser Märkte behilflich.

Durch den Aufschwung der Solarbranche gibt es einiges zu tun. Welche Ziele und Projekte verfolgen Sie in den kommenden zwei Jahren, aber auch langfristig mit dem Verband?

 Kurzfristig müssen wir daran arbeiten, dass die Installation von Solaranlagen in der aktuellen EEG-Novelle nicht erschwert, sondern erleichtert wird. Darunter fallen zum Beispiel die Festlegung neuer PV-Ausbauziele, die Umstellung des Fördersystems für mittelgroße und große PV-Dächer sowie Einschränkungen und Änderungen für Prosumer. Mittelfristig stehen dann breitere Themen an. So müssen wir darauf achten, dass die Entwicklung des Strommarkts große Mengen von Solarstrom ermöglicht.

Neben Photovoltaik repräsentiert der BSW auch Solarthermie und Speichersysteme. Der BSW muss hier an einem politischen Rahmen mitwirken, der es ermöglicht, dass unterschiedliche erneuerbare Energien unsere komplette Energieversorgung zuverlässig und kostengünstig abdecken. Und das ist nicht nur der Stromverbrauch von heute, sondern umfasst auch die Abdeckung von Verkehr, Wärme und Industrieprozessen. Eine Mammut-Aufgabe, der wir uns aber gerne stellen.

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